Zeugenbeistand

 

Wenn Sie als Zeuge in einem Strafverfahren bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Strafgericht aussagen müssen, haben Sie das Recht, einen anwaltlichen Beistand hinzuziehen, vgl. § 68b StPO. Auf dieses Recht müssen Sie als Zeuge aber nicht von den Strafverfolgungsbehörden hingewiesen werden. Daher liegt es am Zeugen, einen Rechtsanwalt für die Begleitung zu der Vernehmung zu beauftragen. Besonders kritisch zu betrachten ist die Situation für den Zeugen, wenn er zunächst noch als Zeuge von der Polizei oder dem Gericht vernommen wird, er dann aber im Laufe der Vernehmung seinen Zeugenstatus verliert und fortan als Beschuldigter geführt wird. Hier gilt es frühzeitig darauf hinzuweisen, dass der Zeuge nicht zu einer Aussage verpflichtet ist, mit der er sich selbst der Begehung einer Straftat verdächtig machen könnte.

 

Unter Umständen kann auch eine Beiordnung eines anwaltlichen Zeugenbeistands durch das Gericht oder die Staatsanwaltschaft erfolgen. Das kann insbesondere dann notwendig sein, wenn es sich bei dem Zeugen um ein Kind oder Jugendlichen handelt oder eine Bedrohungslage für den Zeugen besteht.*

 

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